Die Europäische Zentralbank (EZB) hat am Donnerstag die Zinssätze unverändert gelassen und damit die Erwartungen der Märkte erfüllt. Der Leitzins bleibt bei 0,00 Prozent, während die Einlagefazilität bei -0,50 Prozent und der Spitzenrefinanzierungssatz bei 0,25 Prozent liegen.
Die EZB begründete ihre Entscheidung mit der anhaltenden Unsicherheit über die wirtschaftliche Entwicklung und die Inflation. In ihrer Erklärung hieß es, dass die Wirtschaftsaktivität im Euroraum voraussichtlich „in den kommenden Monaten schwach bleiben“ werde, bevor sie sich „im weiteren Jahresverlauf allmählich erholen“ dürfte.
Die Inflation sei zwar zuletzt gestiegen, bleibe aber „weitgehend gedämpft“, so die EZB weiter. Die Notenbank bekräftigte ihre Absicht, die Geldpolitik „so lange wie nötig“ aufrechtzuerhalten, um die Preisstabilität zu gewährleisten.
Die EZB hatte im März im Rahmen ihres Pandemie-Notfallkaufprogramms (PEPP) angekündigt, die Anleihekäufe zu beschleunigen, um die Finanzierungsbedingungen im Euroraum zu stützen. Dieses Programm läuft voraussichtlich bis März 2022.
Die nächste Zinssitzung der EZB ist für den 22. Juli angesetzt.