Die Europäische Zentralbank (EZB) hat am Donnerstag die Zinssätze unverändert gelassen, wie erwartet, und signalisierte, dass sie die Inflation weiterhin genau beobachtet, bevor sie über eine mögliche Lockerung der Geldpolitik nachdenkt.

Der Leitzins bleibt bei 4,50 Prozent, der Einlagensatz bei 4,00 Prozent und der Spitzenrefinanzierungssatz bei 4,75 Prozent. Diese Entscheidungen wurden von den meisten Analysten und Marktteilnehmern erwartet.

EZB-Präsidentin Christine Lagarde betonte auf einer Pressekonferenz, dass die EZB entschlossen sei, die Inflation auf ihr mittelfristiges Ziel von 2 Prozent zurückzuführen. Sie fügte hinzu, dass die Entscheidungsträger weiterhin datenabhängig vorgehen würden und keine voreiligen Schlüsse ziehen würden.

„Wir werden die Inflation weiterhin genau beobachten und unsere Politik entsprechend anpassen“, sagte Lagarde. „Es ist noch zu früh, um über Zinssenkungen zu sprechen.“

Die EZB hat die Zinssätze seit September 2023 nicht mehr angehoben, nachdem sie eine Reihe aggressiver Zinserhöhungen vorgenommen hatte, um die steigende Inflation einzudämmen. Die Inflation in der Eurozone ist im letzten Jahr stark gestiegen, hat aber in den letzten Monaten Anzeichen einer Verlangsamung gezeigt.

Die jüngsten Wirtschaftsdaten deuten darauf hin, dass sich die Wirtschaft der Eurozone verlangsamt. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) der Eurozone wuchs im vierten Quartal 2023 nur um 0,1 Prozent.

Die EZB wird ihre nächste geldpolitische Sitzung im März abhalten.