Die Europäische Zentralbank (EZB) hat am Donnerstag die Zinssätze unverändert gelassen, wie von den meisten Analysten erwartet, und signalisierte, dass sie auf dem Weg zu einer Zinssenkung im Juni ist, aber die zukünftige Politik weiterhin von den eingehenden Daten abhängig machen wird.

Der Leitzins der EZB für die Eurozone bleibt bei 4,50 Prozent, der Einlagensatz bei 4,00 Prozent und der Spitzenrefinanzierungssatz bei 4,75 Prozent.

Diese Entscheidung fiel nach der jüngsten Inflationsrate von 2,4 Prozent im März, die sich dem Ziel der EZB von 2 Prozent nähert, aber über dem Tiefpunkt von 2,6 Prozent im Februar lag.

Die EZB hat die Zinssätze seit September 2023 nicht mehr angehoben, nachdem sie sie in einem beispiellosen Tempo angehoben hatte, um die Inflation zu bekämpfen.

Die Entscheidung der EZB, die Zinssätze unverändert zu lassen, wird von vielen als Vorbote einer Zinssenkung im Juni angesehen, da die Inflation weiter zurückgeht und die Wirtschaft der Eurozone Anzeichen einer Verlangsamung zeigt.

Die EZB hat jedoch betont, dass sie weiterhin datenabhängig vorgehen wird und dass zukünftige Zinssenkungen nicht garantiert sind.

Die nächste Sitzung des EZB-Rates findet am 6. Juni statt, und es wird erwartet, dass die Bank dann weitere Hinweise auf ihre zukünftige Geldpolitik geben wird.