Die Europäische Zentralbank (EZB) hat am Donnerstag die Zinssätze unverändert gelassen, wie erwartet, und damit eine Pause in ihrer straffenden Politik eingelegt, nachdem sie die Inflation in der Eurozone im vergangenen Monat auf den niedrigsten Stand seit über zwei Jahren gesunken war.

Der Leitzins für die Eurozone bleibt bei 4,00 Prozent, der Zinssatz für die Einlagefazilität bei 3,50 Prozent und der Zinssatz für die Spitzenrefinanzierungsfazilität bei 4,25 Prozent.

Die EZB hat die Zinssätze seit September 2023 nicht mehr angehoben, aber die Präsidentin Christine Lagarde hat angedeutet, dass die Zinssätze für einige Zeit auf dem aktuellen Niveau bleiben werden, um die Inflation wieder auf das 2-Prozent-Ziel der EZB zu senken.

Die Inflation in der Eurozone war im November auf 2,4 Prozent gesunken, von 2,9 Prozent im Oktober, was dem niedrigsten Stand seit Juli 2021 entspricht.

Die EZB hat die Zinssätze seit Juli 2022 um insgesamt 450 Basispunkte angehoben, um die Inflation zu bekämpfen, die im Oktober 2022 einen Höchststand von 10,6 Prozent erreicht hatte.

Die nächste Zinssitzung der EZB ist für den 25. Januar 2024 angesetzt.