Die Europäische Zentralbank (EZB) hat am Donnerstag die Zinssätze unverändert gelassen und damit die Erwartungen der meisten Analysten erfüllt. Der Leitzins bleibt bei 0,00 Prozent, der Zinssatz für die Einlagefazilität bei -0,50 Prozent und der Zinssatz für die Spitzenrefinanzierungsfazilität bei 0,25 Prozent.

Die EZB hat in den letzten Jahren eine expansive Geldpolitik verfolgt, um die Inflation anzukurbeln und das Wirtschaftswachstum zu stützen. Angesichts der anhaltenden Unsicherheiten in der Weltwirtschaft und der moderaten Inflation hat die Zentralbank entschieden, die aktuelle Zinspolitik beizubehalten.

EZB-Präsidentin Christine Lagarde betonte auf der anschließenden Pressekonferenz, dass die EZB die wirtschaftliche Entwicklung weiterhin genau beobachten werde und bereit sei, alle ihr zur Verfügung stehenden Instrumente anzupassen, um ihr Mandat der Preisstabilität zu erfüllen. Sie fügte hinzu, dass die Risiken für die Wirtschaftsaussichten weiterhin auf der Abwärtsseite lägen, unter anderem aufgrund der geopolitischen Spannungen und der anhaltenden Lieferkettenprobleme.

Die EZB hält an ihrem Anleihekaufprogramm (APP) fest und wird die im Rahmen des APP erworbenen fälligen Wertpapiere weiterhin bei Fälligkeit vollständig und zeitlich gestreckt wieder anlegen. Das Pandemie-Notfallkaufprogramm (PEPP) wird voraussichtlich bis Ende März 2022 fortgesetzt, und die Wiederanlage der fälligen Wertpapiere aus dem PEPP-Portfolio wird bis mindestens Ende 2024 erfolgen.

Die nächste geldpolitische Sitzung des EZB-Rates findet am 16. Dezember 2021 statt.