Die Europäische Zentralbank (EZB) hat am Donnerstag die Zinssätze unverändert gelassen, wie erwartet, und damit die Hoffnung auf eine baldige Lockerung der Geldpolitik gedämpft.

Der Leitzins bleibt bei 4,50 Prozent, der Zinssatz für die Einlagefazilität bei 4,00 Prozent und der Zinssatz für die Spitzenrefinanzierungsfazilität bei 4,75 Prozent. Diese Entscheidungen waren von Analysten weitgehend vorhergesagt worden.

EZB-Präsidentin Christine Lagarde betonte auf einer Pressekonferenz, dass die Inflation zwar zurückgehe, aber immer noch zu hoch sei. Sie fügte hinzu, dass die EZB die Daten weiterhin genau beobachten und ihre Politik entsprechend anpassen werde.

Die EZB hatte die Zinssätze im September zum zehnten Mal in Folge angehoben, um die Inflation einzudämmen, die im Euroraum im vergangenen Jahr Rekordhöhen erreicht hatte. Seitdem hat die Inflation jedoch nachgegeben, was zu Spekulationen über eine mögliche Zinssenkung im kommenden Jahr geführt hat.

Lagarde lehnte es ab, einen genauen Zeitplan für Zinssenkungen zu nennen, und betonte, dass die EZB weiterhin datenabhängig vorgehen werde. Sie wies darauf hin, dass die Inflation im Euroraum im November auf 4,3 Prozent gesunken sei, aber immer noch über dem Ziel der EZB von 2 Prozent liege.

Die EZB wird ihre nächste Zinssitzung im Januar abhalten.