Die Europäische Zentralbank (EZB) hat am Donnerstag die Zinssätze zum ersten Mal seit 2019 gesenkt und damit die erste Zinssenkung seit Beginn des geldpolitischen Straffungszyklus im Juli 2022 eingeleitet.
Die EZB senkte ihren Leitzins um 25 Basispunkte auf 3,75 % und den Einlagensatz um 25 Basispunkte auf 3,25 %.
Die Entscheidung wurde von den meisten Analysten erwartet, da die Inflation im Euroraum im Mai auf 2,6 % gesunken ist, was dem niedrigsten Stand seit November 2023 entspricht.
Die EZB hat die Zinssätze seit Juli 2022 zehnmal angehoben, um die Inflation zu bekämpfen. Die Zinserhöhungen haben dazu beigetragen, die Inflation von ihrem Höchststand von 10,6 % im Oktober 2022 auf 2,6 % im Mai 2024 zu senken.
Die EZB hat jedoch auch erklärt, dass sie die Inflation weiterhin genau beobachten wird und bereit ist, die Zinssätze bei Bedarf wieder anzuheben.
Die Zinssenkung der EZB wird voraussichtlich dazu beitragen, das Wirtschaftswachstum im Euroraum zu stimulieren. Sie könnte auch dazu führen, dass die Kreditkosten für Unternehmen und Verbraucher sinken.
Die EZB hat jedoch auch erklärt, dass sie die Inflation weiterhin genau beobachten wird und bereit ist, die Zinssätze bei Bedarf wieder anzuheben.