7
1
וַיְהִ֥י דְבַר־יְהֹוָ֖ה אֵלַ֥י לֵאמֹֽר׃
Es erging das Wort Gottes an mich:
2
וְאַתָּ֣ה בֶן־אָדָ֗ם כֹּֽה־אָמַ֞ר אֲדֹנָ֧י יֱהֹוִ֛ה לְאַדְמַ֥ת יִשְׂרָאֵ֖ל קֵ֑ץ בָּ֣א הַקֵּ֔ץ עַל־[אַרְבַּ֖ע] (ארבעת) כַּנְפ֥וֹת הָאָֽרֶץ׃
Und du, Menschheitsohn, so hat mein Herr, Gott, der auch in Rechtswaltung seine Liebe wahrt, gesprochen: ereilt Israels Boden das Ende, so kommt auch das Ende für die vier Enden der Erde.
3
עַתָּה֙ הַקֵּ֣ץ עָלַ֔יִךְ וְשִׁלַּחְתִּ֤י אַפִּי֙ בָּ֔ךְ וּשְׁפַטְתִּ֖יךְ כִּדְרָכָ֑יִךְ וְנָתַתִּ֣י עָלַ֔יִךְ אֵ֖ת כׇּל־תּוֹעֲבוֹתָֽיִךְ׃
Jetzt; kommt das Ende über dich, ich sende meinen Zorn wider dich, und ich richte dich nach deinen Wegen und rechne dir alle deine Greueltaten an.
4
וְלֹא־תָח֥וֹס עֵינִ֛י עָלַ֖יִךְ וְלֹ֣א אֶחְמ֑וֹל כִּ֣י דְרָכַ֜יִךְ עָלַ֣יִךְ אֶתֵּ֗ן וְתוֹעֲבוֹתַ֙יִךְ֙ בְּתוֹכֵ֣ךְ תִּֽהְיֶ֔יןָ וִידַעְתֶּ֖ם כִּי־אֲנִ֥י יְהֹוָֽה׃ {פ}
Es schont mein Auge deiner nicht, und ich übe kein Erbarmen, vielmehr rechne ich deine Greueltaten bleiben in deiner Mitte, und ihr werdet erkennen, dass ich der ד׳ bin.
Es schont mein Auge deiner nicht, und ich übe kein Erbarmen, vielmehr rechne ich deine Greueltaten bleiben in deiner Mitte, und ihr werdet erkennen, dass ich der ד׳ bin.
5
כֹּ֥ה אָמַ֖ר אֲדֹנָ֣י יֱהֹוִ֑ה רָעָ֛ה אַחַ֥ת רָעָ֖ה הִנֵּ֥ה בָאָֽה׃
So hat mein Herr, Gott, der seine Liebe in Rechtswaltung offenbart, gesprochen: Unheil — das eine Mal Unheil — siehe, es kommt.
6
קֵ֣ץ בָּ֔א בָּ֥א הַקֵּ֖ץ הֵקִ֣יץ אֵלָ֑יִךְ הִנֵּ֖ה בָּאָֽה׃
Das Ende ist gekommen, gekommen das Ende, Er weckt es gegen dich — siehe, da ist es auch da!
7
בָּ֧אָה הַצְּפִירָ֛ה אֵלֶ֖יךָ יוֹשֵׁ֣ב הָאָ֑רֶץ בָּ֣א הָעֵ֗ת קָר֛וֹב הַיּ֥וֹם מְהוּמָ֖ה וְלֹא־הֵ֥ד הָרִֽים׃
Es kommt der Kranz für dich, Bewohner des Landes, es kommt dein Geschick, nahe ist der Tag — Unruhe der Bestürzung und nicht Jubel von den Bergen!
8
עַתָּ֣ה מִקָּר֗וֹב אֶשְׁפּ֤וֹךְ חֲמָתִי֙ עָלַ֔יִךְ וְכִלֵּיתִ֤י אַפִּי֙ בָּ֔ךְ וּשְׁפַטְתִּ֖יךְ כִּדְרָכָ֑יִךְ וְנָתַתִּ֣י עָלַ֔יִךְ אֵ֖ת כׇּל־תּוֹעֲבוֹתָֽיִךְ׃
Jetzt — gar nahe, gieße ich meinen Unwillen über dich und bereite meinem Zorne ein Ende wider dich; ich richte dich nach deinen Wegen und rechne dir alle deine Greueltaten an.
9
וְלֹא־תָח֥וֹס עֵינִ֖י וְלֹ֣א אֶחְמ֑וֹל כִּדְרָכַ֜יִךְ עָלַ֣יִךְ אֶתֵּ֗ן וְתוֹעֲבוֹתַ֙יִךְ֙ בְּתוֹכֵ֣ךְ תִּהְיֶ֔יןָ וִידַעְתֶּ֕ם כִּ֛י אֲנִ֥י יְהֹוָ֖ה מַכֶּֽה׃
Und es schont mein Auge nicht, und ich erbarme mich nicht, nach deinen Wegen rechne ich dir an, und deine Greultaten werden in- deiner Mitte sein, und ihr werdet erkennen, dass ich ד׳ es bin, der den Schlag führt.
10
הִנֵּ֥ה הַיּ֖וֹם הִנֵּ֣ה בָאָ֑ה יָֽצְאָה֙ הַצְּפִרָ֔ה צָ֚ץ הַמַּטֶּ֔ה פָּרַ֖ח הַזָּדֽוֹן׃
Sieh, der Tag, sieh, er kommt: hervorgeht der Kranz, hervorbricht der Stab, es blüht der Uebermut. —
11
הֶחָמָ֥ס ׀ קָ֖ם לְמַטֵּה־רֶ֑שַׁע לֹא־מֵהֶ֞ם וְלֹ֧א מֵהֲמוֹנָ֛ם וְלֹ֥א מֶהֱמֵהֶ֖ם וְלֹא־נֹ֥הַּ בָּהֶֽם׃
(Eure] Gewissenlosigkeit ist dem Frevel zum Stab geworden — nicht aus ihnen heraus, nicht infolge ihrer Menge, ihrer wogenden Massen, nicht durch sie das allgemeine Wehklagen.
12
בָּ֤א הָעֵת֙ הִגִּ֣יעַ הַיּ֔וֹם הַקּוֹנֶה֙ אַל־יִשְׂמָ֔ח וְהַמֹּכֵ֖ר אַל־יִתְאַבָּ֑ל כִּ֥י חָר֖וֹן אֶל־כׇּל־הֲמוֹנָֽהּ׃
Und kommt Gaher] das Geschick und naht der Tag, so freue der Käufer sich nicht, und der Verkäufer trauere nicht, denn (Gottes) Zorn trifft ihre ganze wogende Menge.
13
כִּ֣י הַמֹּכֵ֗ר אֶל־הַמִּמְכָּר֙ לֹ֣א יָשׁ֔וּב וְע֥וֹד בַּחַיִּ֖ים חַיָּתָ֑ם כִּֽי־חָז֤וֹן אֶל־כׇּל־הֲמוֹנָהּ֙ לֹ֣א יָשׁ֔וּב וְאִ֧ישׁ בַּעֲוֺנ֛וֹ חַיָּת֖וֹ לֹ֥א יִתְחַזָּֽקוּ׃
Denn kehrt auch der Verkäufer zu seinem verkauften Gut nicht zurück, dauernd bleibt am Leben ihr: Leben — denn das über ihre wogende. Menge ausgesprochene Prophetenwort bleibt nicht wirkungslos, und nimmer kann jemand, so lange seine Schuld auf ihm lastet, sein Leben sich erkräftigen.
14
תָּקְע֤וּ בַתָּק֙וֹעַ֙ וְהָכִ֣ין הַכֹּ֔ל וְאֵ֥ין הֹלֵ֖ךְ לַמִּלְחָמָ֑ה כִּ֥י חֲרוֹנִ֖י אֶל־כׇּל־הֲמוֹנָֽהּ׃
Sie mögen ins Stoßhorn stoßen und alles zum Kampfe rüsten, es zieht doch keiner in den Krieg — denn mein Zorn ist gegen ihre ganze Menge gerichtet.
15
הַחֶ֣רֶב בַּח֔וּץ וְהַדֶּ֥בֶר וְהָרָעָ֖ב מִבָּ֑יִת אֲשֶׁ֤ר בַּשָּׂדֶה֙ בַּחֶ֣רֶב יָמ֔וּת וַאֲשֶׁ֣ר בָּעִ֔יר רָעָ֥ב וָדֶ֖בֶר יֹאכְלֶֽנּוּ׃
Draußen das Schwert, Pest und Hunger im Innern, wer im Felde, stirbt durchs Schwert, und wer in der Stadt, den verzehrt Hunger und Pest.
16
וּפָֽלְטוּ֙ פְּלִ֣יטֵיהֶ֔ם וְהָי֣וּ אֶל־הֶהָרִ֗ים כְּיוֹנֵ֧י הַגֵּאָי֛וֹת כֻּלָּ֖ם הֹמ֑וֹת אִ֖ישׁ בַּעֲוֺנֽוֹ׃
Ihre Flüchtlinge entrinnen und weilen in den Bergen gleich Tauben der Täler, alle in zitternder Erregung — ein jeder mit der auf ihm lastenden Schuld.
17
כׇּל־הַיָּדַ֖יִם תִּרְפֶּ֑ינָה וְכׇל־בִּרְכַּ֖יִם תֵּלַ֥כְנָה מָּֽיִם׃
Schlaff hängen alle Hände herab, und alle Knie zerfließen wie Wasser.
18
וְחָגְר֣וּ שַׂקִּ֔ים וְכִסְּתָ֥ה אוֹתָ֖ם פַּלָּצ֑וּת וְאֶ֤ל כׇּל־פָּנִים֙ בּוּשָׁ֔ה וּבְכׇל־רָאשֵׁיהֶ֖ם קׇרְחָֽה׃
Sie gürten mit Sack sich, Schrecken übermannt sie, Scham auf allen Gesichtern und Glatze auf allen ihren Häuptern.
19
כַּסְפָּ֞ם בַּחוּצ֣וֹת יַשְׁלִ֗יכוּ וּזְהָבָם֮ לְנִדָּ֣ה יִֽהְיֶה֒ כַּסְפָּ֨ם וּזְהָבָ֜ם לֹא־יוּכַ֣ל לְהַצִּילָ֗ם בְּיוֹם֙ עֶבְרַ֣ת יְהֹוָ֔ה נַפְשָׁם֙ לֹ֣א יְשַׂבֵּ֔עוּ וּמֵעֵיהֶ֖ם לֹ֣א יְמַלֵּ֑אוּ כִּֽי־מִכְשׁ֥וֹל עֲוֺנָ֖ם הָיָֽה׃
Ihr Silber werfen sie auf die Straßen, und ihr Gold wirdihnen zum Gegenstand der Entfernung — ihr Silber und ihr Gold wird sie nicht zu retten vermögen am Tage des Gotteszornes, nicht werden sie ihre Seele sich sättigen, noch ihr Inneres sich füllen, denn ein Strauchelwerk ihrer Schuld war es geworden.
20
וּצְבִ֤י עֶדְיוֹ֙ לְגָא֣וֹן שָׂמָ֔הוּ וְצַלְמֵ֧י תוֹעֲבֹתָ֛ם שִׁקּוּצֵיהֶ֖ם עָ֣שׂוּ ב֑וֹ עַל־כֵּ֛ן נְתַתִּ֥יו לָהֶ֖ם לְנִדָּֽה׃
Die Schönheit seines Schmuckes war ihm zum Stolz geworden, die Idole ihrer Abescheulichkeiten, ihre Greuel hatten sie daraus verfertigt — deshalb habe ich es ihnen zum Gegenstand der Entfernung gegeben.
21
וּנְתַתִּ֤יו בְּיַֽד־הַזָּרִים֙ לָבַ֔ז וּלְרִשְׁעֵ֥י הָאָ֖רֶץ לְשָׁלָ֑ל (וחללוה) [וְחִלְּלֽוּהוּ]׃
Ich gebe es der Hand der Fremden zur Beute und den Frevlern der Erde, zum Raube — die mögen es entweihen.
22
וַהֲסִבּוֹתִ֤י פָנַי֙ מֵהֶ֔ם וְחִלְּל֖וּ אֶת־צְפוּנִ֑י וּבָאוּ־בָ֥הּ פָּרִיצִ֖ים וְחִלְּלֽוּהָ׃ {פ}
Ich wende mein Angesicht von ihnen, und sie entweihen meinen Hort, es dringen in ihn Gewalttätige ein und entwehen ihn.
Ich wende mein Angesicht von ihnen, und sie entweihen meinen Hort, es dringen in ihn Gewalttätige ein und entwehen ihn.
23
עֲשֵׂ֖ה הָרַתּ֑וֹק כִּ֣י הָאָ֗רֶץ מָֽלְאָה֙ מִשְׁפַּ֣ט דָּמִ֔ים וְהָעִ֖יר מָלְאָ֥ה חָמָֽס׃
Bereite die Kette! Denn das Land ist der Blutschuld voll und die Stadt voll von Gewissenlosigkeit.
24
וְהֵֽבֵאתִי֙ רָעֵ֣י גוֹיִ֔ם וְיָרְשׁ֖וּ אֶת־בָּתֵּיהֶ֑ם וְהִשְׁבַּתִּי֙ גְּא֣וֹן עַזִּ֔ים וְנִחֲל֖וּ מְקַֽדְשֵׁיהֶֽם׃
Deshalb bringe ich die Bösen unter den Völkern, dass sie ihre Häuser in Besitz nehmen, und ich lasse schwinden den Stolz der Starken und entweiht werden die Stätten, die sie hätten heiligen sollen.
25
קְפָ֖דָה־בָ֑א וּבִקְשׁ֥וּ שָׁל֖וֹם וָאָֽיִן׃
Das abschließende Ende kommt — sie aber suchen den Frieden, und er ist nicht da!
26
הֹוָ֤ה עַל־הֹוָה֙ תָּב֔וֹא וּשְׁמֻעָ֥ה אֶל־שְׁמוּעָ֖ה תִּֽהְיֶ֑ה וּבִקְשׁ֤וּ חָזוֹן֙ מִנָּבִ֔יא וְתוֹרָה֙ תֹּאבַ֣ד מִכֹּהֵ֔ן וְעֵצָ֖ה מִזְּקֵנִֽים׃
Verderben kommt über Verderben, Kunde über Kunde — und sie werden Prophetenwort (vergebens) von Propheten fordern, und Lehre geht dem Priester verloren und Rat den Alten.
27
הַמֶּ֣לֶךְ יִתְאַבָּ֗ל וְנָשִׂיא֙ יִלְבַּ֣שׁ שְׁמָמָ֔ה וִידֵ֥י עַם־הָאָ֖רֶץ תִּבָּהַ֑לְנָה מִדַּרְכָּ֞ם אֶעֱשֶׂ֤ה אֹתָם֙ וּבְמִשְׁפְּטֵיהֶ֣ם אֶשְׁפְּטֵ֔ם וְיָדְע֖וּ כִּֽי־אֲנִ֥י יְהֹוָֽה׃ {פ}
Der König hüllt sich in Trauer, und der Fürst kleidet in starres. Entsetzen sich, und die Hände der Bevölkerung sind gelähmt — nach ihrem Wandel verfahre ich mit ihnen, und wie es ihnen gebührt, richte ich sie, und sie sollen erkennen, dass ich ד׳ bin!
Der König hüllt sich in Trauer, und der Fürst kleidet in starres. Entsetzen sich, und die Hände der Bevölkerung sind gelähmt — nach ihrem Wandel verfahre ich mit ihnen, und wie es ihnen gebührt, richte ich sie, und sie sollen erkennen, dass ich ד׳ bin!
Miqra according to the Masorah · Lizenz: CC BY-SA · Quelle
Das Buch Jecheskel, übersetzt und erläutert von Dr. Joseph Breuer, Frankfurt a.M, 1921 [de] · Lizenz: Public Domain · Quelle