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Ezechiel 5

Das Buch Jecheskel, übersetzt und erläutert von Dr. Joseph Breuer, Frankfurt a.M, 1921 [de]

5

1 וְאַתָּ֨ה בֶן־אָדָ֜ם קַח־לְךָ֣ ׀ חֶ֣רֶב חַדָּ֗ה תַּ֤עַר הַגַּלָּבִים֙ תִּקָּחֶ֣נָּה לָּ֔ךְ וְהַעֲבַרְתָּ֥ עַל־רֹאשְׁךָ֖ וְעַל־זְקָנֶ֑ךָ וְלָקַחְתָּ֥ לְךָ֛ מֹאזְנֵ֥י מִשְׁקָ֖ל וְחִלַּקְתָּֽם׃ Du aber, Menschheitsohn, nimm dir ein scharfes Schwert, als Schermesser nimmst du es dir, und führe es über dein Haupt und deinen Bart, und dann nimmst du dir eine Gewichtswage und teile sie.
2 שְׁלִשִׁ֗ית בָּא֤וּר תַּבְעִיר֙ בְּת֣וֹךְ הָעִ֔יר כִּמְלֹ֖את יְמֵ֣י הַמָּצ֑וֹר וְלָקַחְתָּ֣ אֶת־הַשְּׁלִשִׁ֗ית תַּכֶּ֤ה בַחֶ֙רֶב֙ סְבִ֣יבוֹתֶ֔יהָ וְהַשְּׁלִשִׁית֙ תִּזְרֶ֣ה לָר֔וּחַ וְחֶ֖רֶב אָרִ֥יק אַחֲרֵיהֶֽם׃ Ein Drittel verbrenne in Feuer inmitten der Stadt, da die Tage der Belagerung zu Ende gehen, und ein Drittel nimmst du und schlägst mit dem Schwert ringsum, und ein Drittel zerstreust du in den Wind — und das Schwert werde ich hinter ihnen zücken.
3 וְלָקַחְתָּ֥ מִשָּׁ֖ם מְעַ֣ט בְּמִסְפָּ֑ר וְצַרְתָּ֥ אוֹתָ֖ם בִּכְנָפֶֽיךָ׃ Von da nimmst du einige wenige Gezählte und nimmst sie in deinen Gewandecken zusammen.
4 וּמֵהֶם֙ ע֣וֹד תִּקָּ֔ח וְהִשְׁלַכְתָּ֤ אוֹתָם֙ אֶל־תּ֣וֹךְ הָאֵ֔שׁ וְשָׂרַפְתָּ֥ אֹתָ֖ם בָּאֵ֑שׁ מִמֶּ֥נּוּ תֵֽצֵא־אֵ֖שׁ אֶל־כׇּל־בֵּ֥ית יִשְׂרָאֵֽל׃ {פ}
Aber auch von ihnen nimmst du und wirfst sie in das Feuer und verbrennst sie im Feuer, — [denn] von ihm gelangt Feuer zum ganzen Haus Israel.
5 כֹּ֤ה אָמַר֙ אֲדֹנָ֣י יֱהֹוִ֔ה זֹ֚את יְר֣וּשָׁלַ֔͏ִם בְּת֥וֹךְ הַגּוֹיִ֖ם שַׂמְתִּ֑יהָ וּסְבִיבוֹתֶ֖יהָ אֲרָצֽוֹת׃ So hat mein Herr, Gott, der seine Liebe in Rechtswaltung hüllt, gesprochen: dieses Jeruschalaim, in die Mitte der Völker habe ich es gesetzt, von Ländern umgeben.
6 וַתֶּ֨מֶר אֶת־מִשְׁפָּטַ֤י לְרִשְׁעָה֙ מִן־הַגּוֹיִ֔ם וְאֶ֨ת־חֻקּוֹתַ֔י מִן־הָאֲרָצ֖וֹת אֲשֶׁ֣ר סְבִיבוֹתֶ֑יהָ כִּ֤י בְמִשְׁפָּטַי֙ מָאָ֔סוּ וְחֻקּוֹתַ֖י לֹא־הָלְכ֥וּ בָהֶֽם׃ {ס}         Es aber wandelte in frevelhafte Willkür meine Rechtsordnungen; mehr als die Völker und meine Gesetze mehr als die Länder, die es umgeben, denn meine Rechtsordnungen verachteten sie, und in meinen Gesetzen gingen sie nicht.
7 לָכֵ֞ן כֹּה־אָמַ֣ר ׀ אֲדֹנָ֣י יֱהֹוִ֗ה יַ֤עַן הֲמׇנְכֶם֙ מִן־הַגּוֹיִם֙ אֲשֶׁ֣ר סְבִיבוֹתֵיכֶ֔ם בְּחֻקּוֹתַי֙ לֹ֣א הֲלַכְתֶּ֔ם וְאֶת־מִשְׁפָּטַ֖י לֹ֣א עֲשִׂיתֶ֑ם וּֽכְמִשְׁפְּטֵ֧י הַגּוֹיִ֛ם אֲשֶׁ֥ר סְבִיבוֹתֵיכֶ֖ם לֹ֥א עֲשִׂיתֶֽם׃ Deshalb, so hat mein Herr, Gott, der seine Liebe in Rechtswaltung hüllt, gesprochen: da ihr mehr als die Völker, die euch umgeben, wogend durcheinanderbraust — in meinen Gesetzen seid ihr nicht gegangen, meine Rechtsordnungen habt ihr nicht erfüllt, und ihr nicht einmal nach der Weise der Völker, die euch umgeben, gehandelt,
8 לָכֵ֗ן כֹּ֤ה אָמַר֙ אֲדֹנָ֣י יֱהֹוִ֔ה הִנְנִ֥י עָלַ֖יִךְ גַּם־אָ֑נִי וְעָשִׂ֧יתִי בְתוֹכֵ֛ךְ מִשְׁפָּטִ֖ים לְעֵינֵ֥י הַגּוֹיִֽם׃ deshalb, so hat mein Herr, Gott, der seine Liebe in Rechtswaltung hüllt, gesprochen: wende auch ich mich gegen dich und vollziehe Strafgerichte in deiner Mitte vor den Augen der Völker. 9. Und tue dir, was ich nimmer getan, und wie ich dergleichen nimmer tun werde — entsprechend deinen Abscheulichkeiten. 10. Deshalb essen Väter Kinder in deiner Mitte, und Kinder essen ihre Väter — ich vollziehe Strafgerichte an dir und zerstreue deinen ganzen Rest in alle Winde.
9 וְעָשִׂ֣יתִי בָ֗ךְ אֵ֚ת אֲשֶׁ֣ר לֹֽא־עָשִׂ֔יתִי וְאֵ֛ת אֲשֶֽׁר־לֹא־אֶעֱשֶׂ֥ה כָמֹ֖הוּ ע֑וֹד יַ֖עַן כׇּל־תּוֹעֲבֹתָֽיִךְ׃ {פ}
— —
10 לָכֵ֗ן אָב֞וֹת יֹאכְל֤וּ בָנִים֙ בְּתוֹכֵ֔ךְ וּבָנִ֖ים יֹאכְל֣וּ אֲבוֹתָ֑ם וְעָשִׂ֤יתִי בָךְ֙ שְׁפָטִ֔ים וְזֵרִיתִ֥י אֶת־כׇּל־שְׁאֵרִיתֵ֖ךְ לְכׇל־רֽוּחַ׃ {ס}         — —
11 לָכֵ֣ן חַי־אָ֗נִי נְאֻם֮ אֲדֹנָ֣י יֱהֹוִה֒ אִם־לֹ֗א יַ֚עַן אֶת־מִקְדָּשִׁ֣י טִמֵּ֔את בְּכׇל־שִׁקּוּצַ֖יִךְ וּבְכׇל־תּוֹעֲבֹתָ֑יִךְ וְגַם־אֲנִ֤י אֶגְרַע֙ וְלֹא־תָח֣וֹס עֵינִ֔י וְגַם־אֲנִ֖י לֹ֥א אֶחְמֽוֹל׃ Deshalb, so gewiß ich lebe, ist der Ausspruch meines Herrn, Gottes, der seine Liebe in Rechtswaltung hüllt, entsprechend da du mein Heiligtum in Unreinheit gewandelt hast mit allen deinen Abscheulichkeiten und Greueln, werde auch ich abheben (was dich schützt), und mein Auge wird keine Schonung hegen, auch ich werde kein Erbarmen üben.
12 שְׁלִשִׁתֵ֞יךְ בַּדֶּ֣בֶר יָמ֗וּתוּ וּבָֽרָעָב֙ יִכְל֣וּ בְתוֹכֵ֔ךְ וְהַ֨שְּׁלִשִׁ֔ית בַּחֶ֖רֶב יִפְּל֣וּ סְבִיבוֹתָ֑יִךְ וְהַשְּׁלִישִׁית֙ לְכׇל־ר֣וּחַ אֱזָרֶ֔ה וְחֶ֖רֶב אָרִ֥יק אַחֲרֵיהֶֽם׃ Ein Drittel von dir wird durch die Pest sterben und an Hunger dahinschwinden in deiner Mitte, das (andere) Drittel wird durchs Schwert fallen in deiner Umgebung, und das (letzte] Drittel, in alle Winde streue ich es, und das Schwert zücke ich ihnen nach.
13 וְכָלָ֣ה אַפִּ֗י וַהֲנִחוֹתִ֧י חֲמָתִ֛י בָּ֖ם וְהִנֶּחָ֑מְתִּי וְֽיָדְע֞וּ כִּֽי־אֲנִ֣י יְהֹוָ֗ה דִּבַּ֙רְתִּי֙ בְּקִנְאָתִ֔י בְּכַלּוֹתִ֥י חֲמָתִ֖י בָּֽם׃ Und doch schwindet mein Zorn, und ich bereite Ruhe meinem Unwillen, indem er sich gegen sie wendet — um mich dann zur Aenderung meines Sinnes bewegen zu können: sie sollen erkennen, dass ich als 'ד in meiner Rechtsforderung gesprochen, wenn ich meinen Unwillen gegen sie schwinden lasse.
14 וְאֶתְּנֵךְ֙ לְחׇרְבָּ֣ה וּלְחֶרְפָּ֔ה בַּגּוֹיִ֖ם אֲשֶׁ֣ר סְבִיבוֹתָ֑יִךְ לְעֵינֵ֖י כׇּל־עוֹבֵֽר׃ Dich aber gebe ich zur Öde und zur Schmach unter die Völker rings um dich vor den Augen eines jeden Vorübergehenden.
15 וְֽהָ֨יְתָ֜ה חֶרְפָּ֤ה וּגְדוּפָה֙ מוּסָ֣ר וּמְשַׁמָּ֔ה לַגּוֹיִ֖ם אֲשֶׁ֣ר סְבִיבוֹתָ֑יִךְ בַּעֲשׂ֩וֹתִי֩ בָ֨ךְ שְׁפָטִ֜ים בְּאַ֤ף וּבְחֵמָה֙ וּבְתֹכְח֣וֹת חֵמָ֔ה אֲנִ֥י יְהֹוָ֖ה דִּבַּֽרְתִּי׃ Und es wird zur Schmach und zur Lästerung — zur Erziehung und zur Öde den Völkern rings um dich: indem ich an dir Strafgerichte vollstrecke in Zorn und in Unwillen und in Zurechtweisungen des Zornes, habe ich als ד׳ gesprochen!
16 בְּֽשַׁלְּחִ֡י אֶת־חִצֵּי֩ הָרָעָ֨ב הָרָעִ֤ים בָּהֶם֙ אֲשֶׁ֣ר הָי֣וּ לְמַשְׁחִ֔ית אֲשֶׁר־אֲשַׁלַּ֥ח אוֹתָ֖ם לְשַׁחֶתְכֶ֑ם וְרָעָב֙ אֹסֵ֣ף עֲלֵיכֶ֔ם וְשָׁבַרְתִּ֥י לָכֶ֖ם מַטֵּה־לָֽחֶם׃ Indem ich die bösen Pfeile des Hungers wider sie sende, die (sonst) Untergang bereitet hätten, — die ich (angeblich), um euch zu vernichten sende — und immer mehr Hunger über euch mehre und euch, den Brotstab breche,
17 וְשִׁלַּחְתִּ֣י עֲ֠לֵיכֶ֠ם רָעָ֞ב וְחַיָּ֤ה רָעָה֙ וְשִׁכְּלֻ֔ךְ וְדֶ֥בֶר וָדָ֖ם יַעֲבׇר־בָּ֑ךְ וְחֶ֙רֶב֙ אָבִ֣יא עָלַ֔יִךְ אֲנִ֥י יְהֹוָ֖ה דִּבַּֽרְתִּי׃ {פ}
und wider euch Hunger und böses Getier loslasse, das dich deiner Kinder beraubt und Pest und Blut über dich dahingeht und das Schwert über dich bringe — so habe ich als ד׳ gesprochen!

Miqra according to the Masorah · Lizenz: CC BY-SA · Quelle
Das Buch Jecheskel, übersetzt und erläutert von Dr. Joseph Breuer, Frankfurt a.M, 1921 [de] · Lizenz: Public Domain · Quelle