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Ezechiel 26

Das Buch Jecheskel, übersetzt und erläutert von Dr. Joseph Breuer, Frankfurt a.M, 1921 [de]

26

1 וַיְהִ֛י בְּעַשְׁתֵּֽי־עֶשְׂרֵ֥ה שָׁנָ֖ה בְּאֶחָ֣ד לַחֹ֑דֶשׁ הָיָ֥ה דְבַר־יְהֹוָ֖ה אֵלַ֥י לֵאמֹֽר׃ Es geschah im elften Jahr, am ersten des Monats —— da erging das Wort Gottes an mich:
2 בֶּן־אָדָ֗ם יַ֠עַן אֲשֶׁר־אָ֨מְרָה צֹּ֤ר עַל־יְרוּשָׁלַ֙͏ִם֙ הֶאָ֔ח נִשְׁבְּרָ֛ה דַּלְת֥וֹת הָעַמִּ֖ים נָסֵ֣בָּה אֵלָ֑י אִמָּלְאָ֖ה הׇחֳרָֽבָה׃ Menschheitsohn, weil Tyrus über Jeruschalaim gesprochen: Ha! gebrochen ist sie, die die Tore von Völkern wollte sein — sie wird sich mir zuwenden müssen. Ich werde mich füllen, (da) sie die Verwüstete!
3 לָכֵ֗ן כֹּ֤ה אָמַר֙ אֲדֹנָ֣י יֱהֹוִ֔ה הִנְנִ֥י עָלַ֖יִךְ צֹ֑ר וְהַעֲלֵיתִ֤י עָלַ֙יִךְ֙ גּוֹיִ֣ם רַבִּ֔ים כְּהַעֲל֥וֹת הַיָּ֖ם לְגַלָּֽיו׃ Deshalb, so hat mein Herr, Gott, der seine Liebe in Rechtswaltung offenbart, gesprochen: ich wende mich wider dich, Tyrus, und führe wider dich viele Völker herauf, wie das Meer seine Wogen emporhebt.
4 וְשִׁחֲת֞וּ חֹמ֣וֹת צֹ֗ר וְהָֽרְסוּ֙ מִגְדָּלֶ֔יהָ וְסִחֵיתִ֥י עֲפָרָ֖הּ מִמֶּ֑נָּה וְנָתַתִּ֥י אוֹתָ֖הּ לִצְחִ֥יחַ סָֽלַע׃ Und sie vernichten die Mauern von Tyrus und reißen ihre Türme nieder, und ich fege ihren Trümmerstaub von ihr hinweg und mache sie zur dürren Felsenhöhe.
5 מִשְׁטַ֨ח חֲרָמִ֤ים תִּֽהְיֶה֙ בְּת֣וֹךְ הַיָּ֔ם כִּ֚י אֲנִ֣י דִבַּ֔רְתִּי נְאֻ֖ם אֲדֹנָ֣י יֱהֹוִ֑ה וְהָיְתָ֥ה לְבַ֖ז לַגּוֹיִֽם׃ Eine Stätte zur Ausbreitung von Netzen wird, sie inmitten des Meeres sein — denn ich habe gesprochen, Ausspruch meines Herrn, Gottes ist's, der seine Liebe in Rechtswaltung offenbart; den Völkern soll sie zur Beute werden.
6 וּבְנוֹתֶ֙יהָ֙ אֲשֶׁ֣ר בַּשָּׂדֶ֔ה בַּחֶ֖רֶב תֵּהָרַ֑גְנָה וְיָדְע֖וּ כִּֽי־אֲנִ֥י יְהֹוָֽה׃ {פ}
Ihre Töchter auf dem Felde aber werden durchs Schwert gemordet, und sie erkennen, dass ich ה׳ bin.
7 כִּ֣י כֹ֤ה אָמַר֙ אֲדֹנָ֣י יֱהֹוִ֔ה הִנְנִ֧י מֵבִ֣יא אֶל־צֹ֗ר נְבוּכַדְרֶאצַּ֧ר מֶלֶךְ־בָּבֶ֛ל מִצָּפ֖וֹן מֶ֣לֶךְ מְלָכִ֑ים בְּס֛וּס וּבְרֶ֥כֶב וּבְפָרָשִׁ֖ים וְקָהָ֥ל וְעַם־רָֽב׃ Denn so hat mein Herr, Gott, der seine Liebe in Rechtswaltung offenbart, gesprochen: sieh, ich bringe wider Tyrus Nebukadnezar, den König von Babel, vom Norden, den König der Könige, mit Roß und Wagen und Reitern, eine Versammlung und zwar zahlreiches Volk.
8 בְּנוֹתַ֥יִךְ בַּשָּׂדֶ֖ה בַּחֶ֣רֶב יַהֲרֹ֑ג וְנָתַ֨ן עָלַ֜יִךְ דָּיֵ֗ק וְשָׁפַ֤ךְ עָלַ֙יִךְ֙ סֹֽלְלָ֔ה וְהֵקִ֥ים עָלַ֖יִךְ צִנָּֽה׃ Deine Töchter auf dem Felde mordet er mit dem Schwerte, gegen dich aber errichtet er Belagerungswerk, wirft gegen dich Wälle auf und richtet wider dich den Schild.
9 וּמְחִ֣י קׇֽבׇלּ֔וֹ יִתֵּ֖ן בְּחֹמוֹתָ֑יִךְ וּמִ֨גְדְּלֹתַ֔יִךְ יִתֹּ֖ץ בְּחַרְבוֹתָֽיו׃ Seine Mauerbrecher legt er an deine Mauern an, und deine Türme reißt er mit seinen Waffen nieder.
10 מִשִּׁפְעַ֥ת סוּסָ֖יו יְכַסֵּ֣ךְ אֲבָקָ֑ם מִקּוֹל֩ פָּרַ֨שׁ וְגַלְגַּ֜ל וָרֶ֗כֶב תִּרְעַ֙שְׁנָה֙ חוֹמוֹתַ֔יִךְ בְּבֹאוֹ֙ בִּשְׁעָרַ֔יִךְ כִּמְבוֹאֵ֖י עִ֥יר מְבֻקָּעָֽה׃ Durch die Menge ihrer Rosse deckt dich ihr Staub, vor dem Getöse der Reiter, der Räder und Wagen erbeben deine Mauern — da er in deine Tore eindringt wie in die Eingänge einer erstürmten Stadt.
11 בְּפַרְס֣וֹת סוּסָ֔יו יִרְמֹ֖ס אֶת־כׇּל־חוּצוֹתָ֑יִךְ עַמֵּךְ֙ בַּחֶ֣רֶב יַהֲרֹ֔ג וּמַצְּב֥וֹת עֻזֵּ֖ךְ לָאָ֥רֶץ תֵּרֵֽד׃ Mit den Hufen seiner Rosse zerstampft er alle deine Straßen, dein Volk tötet er mit dem Schwert, und die Denkmäler deiner Macht — zur Erde sinkt sie nieder.
12 וְשָׁלְל֣וּ חֵילֵ֗ךְ וּבָֽזְזוּ֙ רְכֻלָּתֵ֔ךְ וְהָֽרְסוּ֙ חוֹמוֹתַ֔יִךְ וּבָתֵּ֥י חֶמְדָּתֵ֖ךְ יִתֹּ֑צוּ וַאֲבָנַ֤יִךְ וְעֵצַ֙יִךְ֙ וַעֲפָרֵ֔ךְ בְּת֥וֹךְ מַ֖יִם יָשִֽׂימוּ׃ Und sie plündern deinen Reichtum und rauben deine Waren, reißen deine Mauern nieder und vernichten die Häuser deiner Lust, und deine Steine, deine Balken und deinen Staub versenken sie ins Wasser.
13 וְהִשְׁבַּתִּ֖י הֲמ֣וֹן שִׁירָ֑יִךְ וְק֣וֹל כִּנּוֹרַ֔יִךְ לֹ֥א יִשָּׁמַ֖ע עֽוֹד׃ Und ich lasse schwinden die Menge deiner Lieder, und die Stimme deiner Harfen wird nicht ferner vernommen.
14 וּנְתַתִּ֞יךְ לִצְחִ֣יחַ סֶ֗לַע מִשְׁטַ֤ח חֲרָמִים֙ תִּֽהְיֶ֔ה לֹ֥א תִבָּנֶ֖ה ע֑וֹד כִּ֣י אֲנִ֤י יְהֹוָה֙ דִּבַּ֔רְתִּי נְאֻ֖ם אֲדֹנָ֥י יֱהֹוִֽה׃ {ס}         Und ich mache dich zu einer dürren Felsenhöhe, eine Stätte zur Ausbreitung von Netzen wirst du, du wirst nicht mehr erbaut, denn ich ה׳ habe es gesprochen, Ausspruch meines Herrn ist es, Gottes, der seine Liebe in Rechtswaltung hüllt.
15 כֹּ֥ה אָמַ֛ר אֲדֹנָ֥י יֱהֹוִ֖ה לְצ֑וֹר הֲלֹ֣א ׀ מִקּ֣וֹל מַפַּלְתֵּ֗ךְ בֶּאֱנֹ֨ק חָלָ֜ל בֵּהָ֤רֵֽג הֶ֙רֶג֙ בְּתוֹכֵ֔ךְ יִרְעֲשׁ֖וּ הָאִיִּֽים׃ So hat mein Herr, Gott, der seine Liebe in Rechtswaltung offenbart, über Tyrus gesprochen: vor dem Getöse deines Falles, wenn die Erschlagenen stöhnen, wenn mordend gemordet wird in deiner Mitte, erbeben die meerfernen Länder.
16 וְֽיָרְד֞וּ מֵעַ֣ל כִּסְאוֹתָ֗ם כֹּ֚ל נְשִׂיאֵ֣י הַיָּ֔ם וְהֵסִ֙ירוּ֙ אֶת־מְעִ֣ילֵיהֶ֔ם וְאֶת־בִּגְדֵ֥י רִקְמָתָ֖ם יִפְשֹׁ֑טוּ חֲרָד֤וֹת ׀ יִלְבָּ֙שׁוּ֙ עַל־הָאָ֣רֶץ יֵשֵׁ֔בוּ וְחָֽרְדוּ֙ לִרְגָעִ֔ים וְשָׁמְמ֖וּ עָלָֽיִךְ׃ Und es steigen herunter von ihren Thronen alle Fürsten, des Meeres und legen ab ihre Königsgewänder, und ziehen aus ihre gewirkten Kleider, sie kleiden in Schrecken sich und setzen zur Erde sich; und zittern für dennächsten Augenblick und sind starr in deinem Anblick —
17 וְנָשְׂא֨וּ עָלַ֤יִךְ קִינָה֙ וְאָ֣מְרוּ לָ֔ךְ אֵ֣יךְ אָבַ֔דְתְּ נוֹשֶׁ֖בֶת מִיַּמִּ֑ים הָעִ֣יר הַהֻלָּ֗לָה אֲשֶׁר֩ הָיְתָ֨ה חֲזָקָ֤ה בַיָּם֙ הִ֣יא וְיֹשְׁבֶ֔יהָ אֲשֶׁר־נָתְנ֥וּ חִתִּיתָ֖ם לְכׇל־יוֹשְׁבֶֽיהָ׃ Und sie erheben Klage über dich und sprechen zu dir: wie konntest du untergehen, du von Meeren Bewohnte, du verherrlichte Stadt, die stark war durchs Meer, sie und ihre Bewohner, die ihren niederwerfenden Schrecken auf alle ihre Bewohner gegeben? —
18 עַתָּה֙ יֶחְרְד֣וּ הָאִיִּ֔ן י֖וֹם מַפַּלְתֵּ֑ךְ וְנִבְהֲל֛וּ הָאִיִּ֥ים אֲשֶׁר־בַּיָּ֖ם מִצֵּאתֵֽךְ׃ {ס}         Nun zittern sie, die meerfernen Länder, am Tage deines Falles, und bestürzt sind die meerfernen Länder im Meere ob deines Ausganges.
19 כִּ֣י כֹ֤ה אָמַר֙ אֲדֹנָ֣י יֱהֹוִ֔ה בְּתִתִּ֤י אֹתָךְ֙ עִ֣יר נֶחֱרֶ֔בֶת כֶּעָרִ֖ים אֲשֶׁ֣ר לֹֽא־נוֹשָׁ֑בוּ בְּהַעֲל֤וֹת עָלַ֙יִךְ֙ אֶת־תְּה֔וֹם וְכִסּ֖וּךְ הַמַּ֥יִם הָרַבִּֽים׃ Denn so hat mein Herr, Gott, der seine Liebe in Rechtswaltung offenbart, gesprochen: da ich dich zu einer zerstörten Stadtmache gleich den Städten, die nicht bewohnt werden, da ich die Flut über dich bringe und die vielen Wasser dich decken,
20 וְהוֹרַדְתִּיךְ֩ אֶת־י֨וֹרְדֵי ב֜וֹר אֶל־עַ֣ם עוֹלָ֗ם וְ֠הוֹשַׁבְתִּ֠יךְ בְּאֶ֨רֶץ תַּחְתִּיּ֜וֹת כׇּחֳרָב֤וֹת מֵעוֹלָם֙ אֶת־י֣וֹרְדֵי ב֔וֹר לְמַ֖עַן לֹ֣א תֵשֵׁ֑בִי וְנָתַתִּ֥י צְבִ֖י בְּאֶ֥רֶץ חַיִּֽים׃ und ich dich hinabsenke zu den für die Niederfahrt in die Gruft Bestimmten, zu manchem Volk der Ewigkeit, und ich dich weilen lasse in dem Lande tiefster Niederung, gleich den Trümmern ewiger Vergangenheit zu denen gesellt, die für die Niederfahrt in die Gruft bestimmt sind, damit du nicht mehr bewohnt werdest — so will ich Schöne verleihen im Lande des Lebens.
21 בַּלָּה֥וֹת אֶתְּנֵ֖ךְ וְאֵינֵ֑ךְ וּֽתְבֻקְשִׁ֗י וְלֹא־תִמָּֽצְאִ֥י עוֹד֙ לְעוֹלָ֔ם נְאֻ֖ם אֲדֹנָ֥י יֱהֹוִֽה׃ {פ}
Der Vergänglichkeit gebe ich dich hin, und du bist nicht mehr, du wirst gesucht uns wirst nicht ferner; bis in die Ewigkeit gefunden — Ausspruch meines Herrn ist es, Gottes, der seine Liebe in Rechtswaltung öffenbart.

Miqra according to the Masorah · Lizenz: CC BY-SA · Quelle
Das Buch Jecheskel, übersetzt und erläutert von Dr. Joseph Breuer, Frankfurt a.M, 1921 [de] · Lizenz: Public Domain · Quelle