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Ezechiel 24

Das Buch Jecheskel, übersetzt und erläutert von Dr. Joseph Breuer, Frankfurt a.M, 1921 [de]

24

1 וַיְהִי֩ דְבַר־יְהֹוָ֨ה אֵלַ֜י בַּשָּׁנָ֤ה הַתְּשִׁיעִית֙ בַּחֹ֣דֶשׁ הָעֲשִׂירִ֔י בֶּעָשׂ֥וֹר לַחֹ֖דֶשׁ לֵאמֹֽר׃ Und es erging das Wort Gottes an mich im neunten Jahr, im zehnten Monat, am zehnten des Monats:
2 בֶּן־אָדָ֗ם (כתוב) [כְּתׇב־]לְךָ֙ אֶת־שֵׁ֣ם הַיּ֔וֹם אֶת־עֶ֖צֶם הַיּ֣וֹם הַזֶּ֑ה סָמַ֤ךְ מֶֽלֶךְ־בָּבֶל֙ אֶל־יְר֣וּשָׁלַ֔͏ִם בְּעֶ֖צֶם הַיּ֥וֹם הַזֶּֽה׃ Menschheitsohn, schreib dir nieder den Namen des Tages, das Wesen dieses Tages; mit Macht ist der König von Babel wider Jeruschalaim an eben diesem Tag herangerückt.
3 וּמְשֹׁ֤ל אֶל־בֵּית־הַמֶּ֙רִי֙ מָשָׁ֔ל וְאָמַרְתָּ֣ אֲלֵיהֶ֔ם כֹּ֥ה אָמַ֖ר אֲדֹנָ֣י יֱהֹוִ֑ה שְׁפֹ֤ת הַסִּיר֙ שְׁפֹ֔ת וְגַם־יְצֹ֥ק בּ֖וֹ מָֽיִם׃ Und sprich ein Spruchwort zum Hause des Ungehorsams und sage ihnen: so hat mein Herr, Gott, der seine Liebe in Rechtswaltung offenbart, gesprochen: stelle auf den Kessel, stelle ihn auf, und gieße auch Wasser hinein;
4 אֱסֹ֤ף נְתָחֶ֙יהָ֙ אֵלֶ֔יהָ כׇּל־נֵ֥תַח ט֖וֹב יָרֵ֣ךְ וְכָתֵ֑ף מִבְחַ֥ר עֲצָמִ֖ים מַלֵּֽא׃ sammle seine Stücke hinein, jedes gute Stück, Schenkel und Schulter, mit den vorzüglichsten der Knochen füll ihn
5 מִבְחַ֤ר הַצֹּאן֙ לָק֔וֹחַ וְגַ֛ם דּ֥וּר הָעֲצָמִ֖ים תַּחְתֶּ֑יהָ רַתַּ֣ח רְתָחֶ֔יהָ גַּם־בָּשְׁל֥וּ עֲצָמֶ֖יהָ בְּתוֹכָֽהּ׃ {ס}         die vorzüglichsten der Schafe nimm, entflamme aber auch den Stoß der Knochen darunter, bring zum Sieden sein siedendes (Wasser), schon sind seine Knochen in ihm gekocht. —
6 לָכֵ֞ן כֹּה־אָמַ֣ר ׀ אֲדֹנָ֣י יֱהֹוִ֗ה אוֹי֮ עִ֣יר הַדָּמִים֒ סִ֚יר אֲשֶׁ֣ר חֶלְאָתָ֣הֿ בָ֔הּ וְחֶ֨לְאָתָ֔הּ לֹ֥א יָצְאָ֖ה מִמֶּ֑נָּה לִנְתָחֶ֤יהָ לִנְתָחֶ֙יהָ֙ הֽוֹצִיאָ֔הּ לֹא־נָפַ֥ל עָלֶ֖יהָ גּוֹרָֽל׃ Deshalb (geschieht's) — so hat mein Herr, Gott, der seine Liebe in Rechtswaltung offenbart, gesprochen: Weh, über die Stadt der Blutschuld, den Kessel, in dem nur Schmutz sich befindet, sein Schmutz ist aus ihm nicht geschwunden: — Stück für Stück führe hinaus aus ihm, nicht ist ein Los über ihn geworfen.
7 כִּ֤י דָמָהּ֙ בְּתוֹכָ֣הּ הָיָ֔ה עַל־צְחִ֥יחַ סֶ֖לַע שָׂמָ֑תְהוּ לֹ֤א שְׁפָכַ֙תְהוּ֙ עַל־הָאָ֔רֶץ לְכַסּ֥וֹת עָלָ֖יו עָפָֽר׃ Denn ihr Blut verblieb in ihr, auf dürre Felshöhe hat sie es gelegt, nicht auf die Erde gegossen, Erdstaub darüber zu decken —
8 לְהַעֲל֤וֹת חֵמָה֙ לִנְקֹ֣ם נָקָ֔ם נָתַ֥תִּי אֶת־דָּמָ֖הּ עַל־צְחִ֣יחַ סָ֑לַע לְבִלְתִּ֖י הִכָּסֽוֹת׃ {פ}
um den Unwillen heraufzuführen und Rache zu rächen, habe ich ihr Blut auf dürre Felshöhe gegeben, dass es nicht bedeckt werde.
9 לָכֵ֗ן כֹּ֤ה אָמַר֙ אֲדֹנָ֣י יֱהֹוִ֔ה א֖וֹי עִ֣יר הַדָּמִ֑ים גַּם־אֲנִ֖י אַגְדִּ֥יל הַמְּדוּרָֽה׃ Deshalb — so hat mein Herr, Gott, der seine Liebe in Rechtswaltung offenbart, gesprochen: wehe, über die Stadt der Blutschuld! auch ich werde den flammenden Stoß vergrößern.
10 הַרְבֵּ֤ה הָעֵצִים֙ הַדְלֵ֣ק הָאֵ֔שׁ הָתֵ֖ם הַבָּשָׂ֑ר וְהַרְקַח֙ הַמֶּרְקָחָ֔ה וְהָעֲצָמ֖וֹת יֵחָֽרוּ׃ Häufe die Hölzer, entzünde das Feuer, dass das Fleisch völlig schwinde, und laß verdampfen den dampfenden Kessel, bis auch die Knochen verglühen.
11 וְהַעֲמִידֶ֥הָ עַל־גֶּחָלֶ֖יהָ רֵקָ֑ה לְמַ֨עַן תֵּחַ֜ם וְחָ֣רָה נְחֻשְׁתָּ֗הּ וְנִתְּכָ֤ה בְתוֹכָהּ֙ טֻמְאָתָ֔הּ תִּתֻּ֖ם חֶלְאָתָֽהּ׃ Und laß ihn leer auf seinen Kohlen stehen, damit er sich erhitze und sein Metall, glühe und in seinem Innern seine Unreinheit dahinschmelze, dahinschwinde sein Schmutz.
12 תְּאֻנִ֖ים הֶלְאָ֑ת וְלֹא־תֵצֵ֤א מִמֶּ֙נָּה֙ רַבַּ֣ת חֶלְאָתָ֔הּ בְּאֵ֖שׁ חֶלְאָתָֽהּ׃ Alle Kräfte hat er ermattet, nicht schwindet aus, ihm die Fülle. seines Schmutzes — nur durchs Feuer (schwindet) sein Schmutz.
13 בְּטֻמְאָתֵ֖ךְ זִמָּ֑ה יַ֤עַן טִֽהַרְתִּיךְ֙ וְלֹ֣א טָהַ֔רְתְּ מִטֻּמְאָתֵךְ֙ לֹ֣א תִטְהֲרִי־ע֔וֹד עַד־הֲנִיחִ֥י אֶת־חֲמָתִ֖י בָּֽךְ׃ Die du (dastehst) in deiner Unreinheit unzüchtiger Sinnlichkeit! Weil ich dich zu reinigen versucht, du aber nicht rein geworden, so wirst du dich von deiner Unreinheit nicht eher reinigen, bis ich meinem Unwillen, der sich nun gegen dich wendet, Ruhe bereiten kann.
14 אֲנִ֨י יְהֹוָ֤ה דִּבַּ֙רְתִּי֙ בָּאָ֣ה וְעָשִׂ֔יתִי לֹא־אֶפְרַ֥ע וְלֹא־אָח֖וּס וְלֹ֣א אֶנָּחֵ֑ם כִּדְרָכַ֤יִךְ וְכַעֲלִילוֹתַ֙יִךְ֙ שְׁפָט֔וּךְ נְאֻ֖ם אֲדֹנָ֥י יֱהֹוִֽה׃ {פ}
Ich, Gott, habe gesprochen — es kommt, ich habe vollbracht, ich lasse nicht nach, übe keine Schonung und ändere nicht meine Gesinnung: nach deinen Wegenund deinen Handlungen richten sie dich — Ausspruch meines Herrn ist's, Gottes, der seine Liebe in Rechtswaltung offenbart.
15 וַיְהִ֥י דְבַר־יְהֹוָ֖ה אֵלַ֥י לֵאמֹֽר׃ Und es erging Gottes Wort an mich:
16 בֶּן־אָדָ֕ם הִנְנִ֨י לֹקֵ֧חַ מִמְּךָ֛ אֶת־מַחְמַ֥ד עֵינֶ֖יךָ בְּמַגֵּפָ֑ה וְלֹ֤א תִסְפֹּד֙ וְלֹ֣א תִבְכֶּ֔ה וְל֥וֹא תָב֖וֹא דִּמְעָתֶֽךָ׃ Menschheitsohn, sieh, ich nehme dir die köstliche Lust deiner Augen eines plötzlichen Todes — du aber sollst nicht klagen, nicht weinen und nicht soll deine Träne dir kommen.
17 הֵאָנֵ֣ק ׀ דֹּ֗ם מֵתִים֙ אֵ֣בֶל לֹא־תַֽעֲשֶׂ֔ה פְּאֵֽרְךָ֙ חֲב֣וֹשׁ עָלֶ֔יךָ וּנְעָלֶ֖יךָ תָּשִׂ֣ים בְּרַגְלֶ֑יךָ וְלֹ֤א תַעְטֶה֙ עַל־שָׂפָ֔ם וְלֶ֥חֶם אֲנָשִׁ֖ים לֹ֥א תֹאכֵֽל׃ Stumm schreie auf — doch, was sonst den Toten gilt, Trauer begehe nicht: deinen Schmuck umwinde dir, deine Schuhe lege deinen Füßen an, und verhülle nicht das Haupt bis über den Lippenbart, und Brot, das Männer dir reichen, sollst du nicht essen.
18 וָאֲדַבֵּ֤ר אֶל־הָעָם֙ בַּבֹּ֔קֶר וַתָּ֥מׇת אִשְׁתִּ֖י בָּעָ֑רֶב וָאַ֥עַשׂ בַּבֹּ֖קֶר כַּאֲשֶׁ֥ר צֻוֵּֽיתִי׃ Ich hatte am Morgen zum Volke gesprochen, da starb meine Frau am Abend, und am [nächsten] Morgen tat ich, wie mir befohlen.
19 וַיֹּאמְר֥וּ אֵלַ֖י הָעָ֑ם הֲלֹֽא־תַגִּ֥יד לָ֙נוּ֙ מָה־אֵ֣לֶּה לָּ֔נוּ כִּ֥י אַתָּ֖ה עֹשֶֽׂה׃ Und sie sprachen zu mir — das Volk: o, sage uns doch, was dies uns bedeutet, dass du (so) handelst?
20 וָאֹמַ֖ר אֲלֵיהֶ֑ם דְּבַ֨ר־יְהֹוָ֔ה הָיָ֥ה אֵלַ֖י לֵאמֹֽר׃ Und ich sprach zu ihnen: ein Gotteswort ward mir:
21 אֱמֹ֣ר ׀ לְבֵ֣ית יִשְׂרָאֵ֗ל כֹּה־אָמַר֮ אֲדֹנָ֣י יֱהֹוִה֒ הִנְנִ֨י מְחַלֵּ֤ל אֶת־מִקְדָּשִׁי֙ גְּא֣וֹן עֻזְּכֶ֔ם מַחְמַ֥ד עֵינֵיכֶ֖ם וּמַחְמַ֣ל נַפְשְׁכֶ֑ם וּבְנֵיכֶ֧ם וּבְנוֹתֵיכֶ֛ם אֲשֶׁ֥ר עֲזַבְתֶּ֖ם בַּחֶ֥רֶב יִפֹּֽלוּ׃ Sprich zum Hause Israels, so hat mein Herr, Gott, der seine Liebe in Rechtswaltung offenbart, gesprochen: sieh, ich entweihe mein Heiligtum, das der Stolz eurer Kraft, die Lust eurer Augen und das eueren Seelen Gegenstand des Erbarmens hätte sein sollen — und eure Söhne und eure Töchter, die ihr verlassen, durchs Schwert werden sie fallen,
22 וַעֲשִׂיתֶ֖ם כַּאֲשֶׁ֣ר עָשִׂ֑יתִי עַל־שָׂפָם֙ לֹ֣א תַעְט֔וּ וְלֶ֥חֶם אֲנָשִׁ֖ים לֹ֥א תֹאכֵֽלוּ׃ dann sollt ihr tun, wie ich getan: das Haupt nicht bis über den Lippenbart verhüllen und das Brot, von Männern gereicht, nicht essen;
23 וּפְאֵרֵכֶ֣ם עַל־רָאשֵׁיכֶ֗ם וְנַֽעֲלֵיכֶם֙ בְּרַגְלֵיכֶ֔ם לֹ֥א תִסְפְּד֖וּ וְלֹ֣א תִבְכּ֑וּ וּנְמַקֹּתֶם֙ בַּעֲוֺנֹ֣תֵיכֶ֔ם וּנְהַמְתֶּ֖ם אִ֥ישׁ אֶל־אָחִֽיו׃ euren Schmuck auf euren Häuptern und eure Schuhe an eueren Füßen lassen, nicht sollt ihr klagen und nicht weinen, ihr werdet unter euren Sünden verwesen und nur stöhnend einer gegen den andern jammern,
24 וְהָיָ֨ה יְחֶזְקֵ֤אל לָכֶם֙ לְמוֹפֵ֔ת כְּכֹ֥ל אֲשֶׁר־עָשָׂ֖ה תַּעֲשׂ֑וּ בְּבוֹאָ֕הּ וִידַעְתֶּ֕ם כִּ֥י אֲנִ֖י אֲדֹנָ֥י יֱהֹוִֽה׃ {ס}         Und dann wird Jecheskel euch zum Ueberzeugungswahrzeichen werden, ganz wie er getan, werdet, ihr tun — wenn es eintrifft, dann werdet ihr erkennen, dass ich der Herr bin, Gott, der seine Liebe in Rechtswaltung offenbart.
25 וְאַתָּ֣ה בֶן־אָדָ֔ם הֲל֗וֹא בְּי֨וֹם קַחְתִּ֤י מֵהֶם֙ אֶת־מָ֣עוּזָּ֔ם מְשׂ֖וֹשׂ תִּפְאַרְתָּ֑ם אֶת־מַחְמַ֤ד עֵינֵיהֶם֙ וְאֶת־מַשָּׂ֣א נַפְשָׁ֔ם בְּנֵיהֶ֖ם וּבְנוֹתֵיהֶֽם׃ Und du, Menschheitsohn: fürwahr, an dem Tage, da ich ihnen nehme den Quell ihrer Kraft, die Freude ihrer Herrlichkeit, die Lust ihrer Augen und (doch nur war) die Last ihrer Seele - ihre Söhne und ihre Töchter,
26 בַּיּ֣וֹם הַה֔וּא יָב֥וֹא הַפָּלִ֖יט אֵלֶ֑יךָ לְהַשְׁמָע֖וּת אׇזְנָֽיִם׃ an jenem Tage wird der Flüchtling zu dir kommen, um die Künde den Ohren zu bringen —
27 בַּיּ֣וֹם הַה֗וּא יִפָּ֤תַח פִּ֙יךָ֙ אֶת־הַפָּלִ֔יט וּתְדַבֵּ֕ר וְלֹ֥א תֵאָלֵ֖ם ע֑וֹד וְהָיִ֤יתָ לָהֶם֙ לְמוֹפֵ֔ת וְיָדְע֖וּ כִּי־אֲנִ֥י יְהֹוָֽה׃ {פ}
an jenem Tage wird sich dein Mund öffnen dem Flüchtling entgegen, und du wirst sprechen und nicht mehr verstummen — du wirst ihnen zum Ueberzeugungswahrzeichen sein, und sie werden erkennen, dass ich ה׳ bin.

Miqra according to the Masorah · Lizenz: CC BY-SA · Quelle
Das Buch Jecheskel, übersetzt und erläutert von Dr. Joseph Breuer, Frankfurt a.M, 1921 [de] · Lizenz: Public Domain · Quelle