Die Europäische Zentralbank (EZB) hat am Donnerstag die Zinssätze unverändert gelassen, wie von den meisten Analysten erwartet, und signalisierte, dass sie eine Zinssenkung im Juni in Betracht ziehen wird, wenn die Inflation weiter nachlässt.
Der Leitzins der EZB für die Eurozone bleibt bei 4,00%, dem höchsten Stand seit 2001. Der Zinssatz für die Einlagefazilität liegt weiterhin bei 3,50%, und der Zinssatz für die Spitzenrefinanzierungsfazilität bei 4,50%.
Die Entscheidung fiel, nachdem die Inflation in der Eurozone im März auf 2,4% gesunken war, was dem niedrigsten Stand seit Juli 2021 entspricht. Die EZB hat ihr Inflationsziel von 2% im Visier.
EZB-Präsidentin Christine Lagarde sagte auf einer Pressekonferenz, dass die Bank die Inflation weiterhin genau beobachte und bereit sei, die Zinssätze nach Bedarf anzupassen. Sie fügte hinzu, dass die EZB im Juni eine Zinssenkung in Erwägung ziehen werde, wenn die Inflationsaussichten dies zuließen.
Die EZB hat die Zinssätze seit September 2023 nicht mehr angehoben, da die Inflation nachlässt und die Wirtschaft der Eurozone Anzeichen einer Verlangsamung zeigt.
Die Entscheidung der EZB, die Zinssätze unverändert zu lassen, wurde von den Finanzmärkten weitgehend erwartet. Die Aktienkurse in Europa stiegen nach der Ankündigung leicht an.