Die Europäische Zentralbank (EZB) hat am Donnerstag die Zinssätze unverändert gelassen und signalisiert, dass sie eine Pause bei der Zinserhöhung einlegt, um die Auswirkungen früherer Anhebungen auf die Wirtschaft zu bewerten.
Der Leitzins für die Eurozone bleibt bei 3,75 Prozent. Dies ist die erste Pause seit Juli 2022, als die EZB mit einer aggressiven Straffungsrunde begann, um die Inflation zu bekämpfen.
EZB-Präsidentin Christine Lagarde sagte auf einer Pressekonferenz, dass die Entscheidung, die Zinsen stabil zu halten, darauf abziele, der Wirtschaft Zeit zu geben, sich an die bisherigen Zinserhöhungen anzupassen. Sie betonte, dass die EZB die Inflation weiterhin im Auge behalten werde und bereit sei, bei Bedarf weitere Maßnahmen zu ergreifen.
Die Inflation in der Eurozone ist im vergangenen Monat leicht gesunken, liegt aber immer noch deutlich über dem Zielwert der EZB von 2 Prozent. Die EZB hat die Zinssätze bereits neunmal in Folge angehoben, um die steigenden Preise einzudämmen.
Die Entscheidung der EZB wird von Analysten als Zeichen dafür gewertet, dass der Höhepunkt der Zinserhöhungen erreicht sein könnte. Es bleibt jedoch abzuwarten, wie sich die Inflation und die wirtschaftliche Entwicklung in den kommenden Monaten entwickeln werden.
